Amazon, ein großes Missverständnis

Eigentlich hatte ich genau dieses Ende meiner Zusammenarbeit mit Amazon vorausgeahnt, ja ich hatte es stets in meiner Korrespondenz so an den Horizont gemalt! Vom ersten Tage hob ich die ein- und ausgehenden E-Mails auf, die eines Tages noch wichtig werden, so dachte ich wohl, um genau das zu beweisen. Der erste Report über das Zustandekommen meines Vertrages mit dieser sicher ganz wichtigen Plattform des Buchhandels gipfelte dann ja auch in meinem Buch mit der Arbeitsnummer 57:

‘Vielen Dank amazon.com … Ja, aber…‘

Ich wollte Amazon nur gebrauchen, nicht missbrauchen – so wie die mich – nein, ich wollte diese Plattform nutzen, um mich für ein breiteres Publikum erreichbar, auffindbar zu machen. Das war gelungen! Ärgerlich nur, dass meine internen Bemühungen, einen perfekten Shop zu haben und damit das Signal zur offiziellen Aufkündigung (meiner ‘Geschäftsfreundschaft‘) des Vertrages mit Amazon zu geben, etwas von den ‘Aktivitäten‘ Amazons überholt wurden. Nur einmal waren die also wirklich schneller. Aber das ist nun mal so, wenn ‘dumm und frech‘ zusammentreffen, in einem Charakter, dann kommt genau DAS dabei heraus. Die Kopien der Briefe von Amazon, die geben eine deutliche Antwort. Mehr kann man sich ja gar nicht selber disqualifizieren. Das ist ausreichende Genugtuung für den kleinen Schreiber, der lieber keine Bücher verkauft, als diese wenigen, über Amazon, die dort auch noch ewig falsch beworben, zu idiotischen Preisen angeboten wurden. Letztlich erhielt ich lächerliche Cents gutgeschrieben und tatsächlich ausbezahlt nach jeweils über sieben Monaten! Zum Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe, habe ich also noch einige Forderungen gegen diesen ‘Laden‘. Ich wollte beinahe ‘Saftladen‘ schreiben, aber diesen Begriff behalte ich mir für meine kleine TV-Sendung vor, die hoffentlich nicht nur in den Sternen steht, sondern nach wie vor in einer ‘To-Do-Liste‘ meiner TV-Kontakt-Leute! (Meine 10-teilige Serie ‚Kärntner Saftladen‘ realisierte ich natürlich!)

Zunächst dachte ich, dass Amazon es nicht wert sei, erneut mit einem kompletten Buch von mir hervorgehoben zu werden. Doch die unendliche Fülle der gesammelten Korrespondenz mit Amazon lässt mir keine andere Wahl. Ich musste ein schon fast als perfekt gesichertes Buch wieder aufbrechen und diesen Teil nun völlig neu bearbeiten, auch um die Amazon’sche Nicht-Richtig-Arbeiten-Können-Mentalität herausarbeiten. Die brauchen auch nicht mit ‘Persönlichkeitsrechten‘ etc. kommen. Wer sich so gegen seine eigenen Interessen vergeht, der sollte sich ganz winzig verkriechen und hoffen, dass so wenige Exemplare wie möglich von diesem Buch gekauft werden! Unter Arbeitsnummer 74 fertigte ich diese Reportage.

Amazon ist ein riesiges Monster-Unternehmen, es lohnt nicht, gegen die zu klagen. Was wollte ich denn beklagen? Die Dummheiten und Nachlässigkeiten der Mitarbeiter, der Verantwortlichen dort? Es ist doch leider noch keine Straftat, ‘doof‘ zu sein; das ist eigentlich sehr zu bedauern!

Ihr Dr.Roman Schreiber

Hinzufügen kann und muss ich heute allerdings, am Tage der Aktualisierung meines Blogs auf diesen Seiten, dem 21. Juli 2018, also über 6 (sechs) Jahre nach Auflösung unseres Vertrages, dass, wenn man bei Google oder überhaupt im Netz nach mir sucht, immer mal wieder ‚meine Bücher‘ in Amazon-Shops auftauchen! Mal in Indien, z.B. Da kann man diese Herrschaften dann per E-Mail mahnen, den Ober-Chef Jeff Bezos ebenfalls direkt anschreiben, das ist diesem Scheißladen Amazon offensichtlich völlig egal. Kopien von hausinternen Informationen landen dann doch bei mir, wo die eine Person ohne Ahnung der anderen Dummen dann aufträgt „no action needed, retired partner“ (oder ähnlich). Dabei weisen dann deren Shop-Seiten Bücher von mir auf, mit dem Hinweis „zur Zeit leider nicht am Lager“, dann mit den alten, Amazon’schen gierigen Kalkulationen. = Also absolut geschäftsschädigend. Ohne Reaktion! – Bedauerlich, dass selbst ein Bekannter aus Chicago, ein Anwalt, sich für solche Lächerlichkeiten nicht bückt… Da sind ja keine Millionen zu verdienen, also bleibt das Unrecht bestehen? Mit diesem ‚Way of American business‘ haben wir uns etwas eingefangen, in Europa, in der Welt! Zum Kotzen! Aber es bleibt mir, berechtigt, ständig diese Dummen an den Pranger zustellen!

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