Beratungsresistentes Krankensystem

Es ist natürlich überall auf der Welt das gleiche: Jeder, der sich in der Arbeitswelt seinen Platz erkämpft hat, lässt besser keinen Außenstehenden in seine Nähe. Die Gefahr, dass ein Fremder eventuell den eigenen Status auch nur im Ansatz gefährden könnte, muss natürlich minimiert werden und so verhält man sich eher reserviert als kooperativ.

Wenn die Gelegenheit bestünde, mit den von mir zu Tausenden Angeschriebenen persönlich in Kontakt zu treten, nicht nur über die doch anonymen E-Mails, dann bin ich sicher, dass nicht alle wirklich Ignoranten wären! Aber ich kann ja nur den Ist-Zustand beschreiben und der erlaubt keinen anderen Titel und keine andere Zusammenfassung der Konversation, die ich mir mit dem kranken Gesundheitssystem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Be-Ne-Lux-Staaten, in Skandinavien, Großbritannien und in den USA auflud. Die wenigen positiven Signale, die es ja auch gab, erlaubten aber bis heute keine intensivere Zusammenarbeit, weil überall die Mittel fehlen. Einmal die materiellen, dann wohl häufiger auch die geistigen! Wenn Verantwortliche aus Landeskrankenhäusern sogar die Richtigkeit meiner Ideen erkannten, aber die Durchsetzung mit fadenscheinigen Erklärungen, die nur die ganze Armseligkeit dieser Entscheider dokumentierten, verhindert wird… Wenn für Fort- oder Weiterbildung der im Pflegedienst Tätigen nicht ein Cent im Budget zur Verfügung steht, so von einem anderen Landeskrankenhaus als Entschuldigung vorgebracht… Woher soll ich denn noch Hoffnung für dieses System schöpfen?

Man ist mit dem Verteilen der (noch) vorhandenen Mittel beschäftigt und kommt überhaupt nicht auf die Idee, das System zu hinterfragen! Es passt nur ein Wort: beratungsresistent.

Natürlich sitzt auf dem erhabenen Professoren-Thron ein studierter Schulmediziner und lächelt vielleicht milde über so viel Engagement eines Nicht-Mediziners. Aber man muss kein Medizinmann sein, um Zusammenhänge im menschlichen Organismus, oder überhaupt im kompletten System zu verstehen. Ich habe längst verstanden, dass niemand in diesem kranken System ein Interesse daran hat, es zum Wohle der Patienten zu verbessern. Meinen Beitrag ‘Du bist, was Du isst‘ hielt ich bis zum Erbrechen meinen E-Mail-Kontakten unter die Nase, immer wieder. Dabei hätte ich dann wohl aber besser die nicht um einen sehr peinlichen Auftritt eines Schulmediziners gekürzte Version empfehlen sollen, um genau zu beweisen, wie sehr es an der Fähigkeit der Ärzteschaft mangelt, zuzuhören, zu verstehen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Weil ein schon arg unverschämter, aufgeschwemmter Zuhörer auf dieser gefilmten Veranstaltung aber sich und damit die ganze Branche lächerlich gemacht hatte, wurden gut 3 Minuten ‘Verlängerung‘ meines Vortrages besser geschnitten. Die wenigstens werden sich allerdings wohl meinen kompletten 50 Minuten-Beitrag angetan haben. Zu viel Wahrheit braucht doch kein Mensch!

Woher nehme ich mir das Recht und deute auf Tausende Krankenhäuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Großbritannien, den USA, den Be-Ne-Lux-Staaten und Skandinavien, die ich im Laufe meiner Aktivitäten in mein Outlook-E-Mail-Verzeichnis aufnahm? Wieso ist diese gewaltige Anzahl von Adressen überhaupt da hinein geraten? Weil ich naiver, alter Kerl daran glaube, dass Informationen, wie ich sie in die Welt versende, von den ausgesuchten Empfängern benötigt werden! Die im Verhältnis zur ausgesandten Menge mich erreichenden wenigen intelligenten Reaktionen, bzw. das überwiegend gezeigte Schweigen bestätigen mir… nicht nur meine überhebliche These ‘95/5‘. Dabei stehen die 95 % stets für alles Negative! Und die 5 % sind sogar noch immer optimistisch hochgerechnete Positive!

Ich beweise mit meinem Report, dass wir es überall in unserer so genannten westlichen Zivilisation mit absoluten Ignoranten und sich total überschätzenden, unverbesserlichen Fachidioten zu tun haben! Die wenigen, meistens auch noch aggressiven Reaktionen waren zudem voller simpelster orthographischer Fehler und dabei machte es keinen Unterschied, ob sie vom ‘so wichtigen Professor‘, oder einer kleinen Assistentin einer Geschäftsleitung kamen! Noch nicht einmal meinen Namen waren manche in der Lage richtig zu schreiben… Wie wollen ‘wir‘, die möglichen Patienten, die in ‘diese‘ Hände geraten, annehmen, dass ‘die‘ uns wirklich helfen können? Ich glaube nicht an irgendwelche Verschwörungstheorien, wie zum Beispiel dem Codex Alimentarius im ‘umgekehrten Verständnis der darin festgeschriebenen Thesen‘! Denn selbst zur Umsetzung einer solchen Theorie wären diese Menschen ja gar nicht in der Lage. Sie versuchen sicher ihren Alltag so gut es geht zu meistern; doch damit sind sie ja schon weit überfordert!

Ich greife zunächst ein wenig weiter zurück, und beklage in meinen Schreiben aus dem Sommer 2011, dass ich schon zwei Jahre zuvor genau das gleiche forderte! Natürlich will ich uns nicht permanent mit den sich ständig wiederholenden ‘Antwort‘-Mails von Nicht-Verstehern belästigen, doch hin und wieder schon, damit die ganze Trostlosigkeit von Nord bis Süd, von Ost bis West deutlich wird! Bei den Tausenden Aussendungen bleiben es pro Aktion tatsächlich ja immer nur ein paar hartnäckige Pseudo-Aktive, die gerade nichts Besseres vorhatten, als ihren eigenen Alltagsfrust durch und mit ihren ‘Antwortscheiben‘ abzureagieren. Die große Masse schwieg ja… ob betroffen? Natürlich kann ich klagen: Wenn sie doch diese Energie nur in eine positive Richtung gelenkt hätten! Aber dann gäbe es diesen Report nicht…

Beim Einarbeiten der zuvor gespeicherten E-Mail-Konversation wuchs in mir der Zorn über die immer wieder erfahrene Ablehnung. Ich meine, es ist nachvollziehbar. Das ließ mich zu manch bissigem Kommentar greifen, während ich in meinen Schreiben aber doch, so denke ich, immer versuchte höflich und niemals beleidigend zu reagieren. Ich glaube, so ist der Beweis, dass ich Recht habe mit meiner Kritik am System, eindrucksvoll gelungen. Schauen Sie in mein Buch mit der Arbeitsnummer 86!

Ihr Dr. Roman Schreiber

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